Und ich fühle mich schuldig. Schuldig, weil ich deinen Tag versaut habe. Und meinen Tag. Und ich fühle mich hilflos, verlassen, alleine und traurig. Und ich fühle mich verboten, dumm, ängstlich und ohne jegliche Emotionen, obwohl eben diese überkochen.
Ich sitze hier und weine, weine seit Stunden vor mich hin und ich tue dir weh. Ich tue dir weh mit mir, mit meiner Krankheit, mit meinen Gedanken, mit meinen leeren Versprechen, die ich nicht halten kann.
Ich habe Angst, dich zu verlieren. Verlustängste sind ziemlich beschissen. Die Angst davor, einen Verlust zu erleiden, lähmt mich. Sie macht sich immer in solchen Momenten bemerkbar und ich könnte schreien dann. Schreien und irgendwas durch die Gegend schmeißen.
Gott, ich bin so aggressiv, so wütend und gleichzeitig so gleichgültig.
Ich weiß nicht, wie ich diese anderthalb Tage noch überleben soll, ohne dich zu sehen. Ich hoffe, ich kann dich in den nächsten Wochen oft genug sehen. Vielleicht sogar öfter als jetzt?
Du bist mein Anker, meine Rettung und mein Weg zu mir selbst. Ich weiß, du bist einfach nur du und genau das ist perfekt und genau das ist richtig und genau du bist derjenige, der mich glücklich macht.
Und ich möchte dich auch endlich glücklich machen und zwar jeden Tag. Und ich mache dich andauernd unglücklich und das weiß ich, auch wenn du es nicht zugibst. Ich spüre es.
Ich liebe dich, ich liebe dein Ich und ich liebe dein Sein und ich liebe, wie du auf dieser Welt bist. Und ich liebe alles an dir und von dir und mit dir und du bist meine Medizin und ich liebe, liebe, liebe die Liebe zu dir, die mich manchmal sprachlos macht und mir manchmal hilft, meiner Angst den Mittelfinger zu zeigen.
Aber leider auch nur manchmal.
Vielleicht ist heute einfach ein doofer Tag, an dem nichts klappt. Vielleicht wird morgen besser.
Wie heißt es in einem Lied so schön?
''Es kann nie nur Sonne oder Regen geben.''
Momentan fühle ich mich oft so tot. So tot und fertig. Fertig mit der Welt und fertig mit mir selbst.
Kann es einem Menschen psychisch noch schlechter gehen als mir?
Ja, kann es und ich weiß das und doch denke ich oft, dass es mir am schlechtesten geht und mich keiner verstehen kann.
Und ich weiß, dass es schwer ist, mich zu verstehen - ich verstehe mich ja meist selbst nicht - und trotzdem erwarte ich zu oft, dass du mich verstehst. Dass mich jeder versteht.
Gott, ich könnte mir gerade die Haut abreißen und mich schlagen und mir wehtun.
Ich bin so wütend auf mich selbst, ich bin so wütend.
Ich hasse mich bis zum Himmel.
Und ich liebe mich, wenn du bei mir bist. Du zeigst mir, dass ich mich lieben kann, darf und sollte.
Ich liebe dich.
Ich liebe dich so, wie ich mich selbst lieben sollte.
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