Ich bin so eine Versagerin.
Ich kann nichts, ich halte Regeln nicht ein, ich bin krank.
Krank, hässlich, dumm, scheiße, ich hasse mich und alles hier.
Am liebsten wäre ich nicht mehr da, wäre weg und ganz woanders.
Am liebsten würde ich gehen.
Ich habe alle enttäuscht, ich habe kaum noch jemanden, der wirklich zu mir hält.
Wahre Freunde sind meine Familie, ich möchte ausziehen, ich halte das nicht mehr aus.
Ich habe psychische Krankheiten, drei an der Zahl und ich kann nicht mehr.
Ich bin ein Versager, ich sterbe auf Raten, ich bin nichts wert, bin ein wertloses Etwas und mir geht es schlecht.
Mir geht es so schlecht und die Chance, die sich mir bot, die nutzte ich nicht richtig.
Ich habe so Angst vor dem Leben und vor allem, was jetzt auf mich zukommt.
Ich habe so Angst, ich möchte leben.
"I wanna touch the northern lights
We could leave the world behind
I wanna know what it's like
To walk away from this life''
Freitag, 15. April 2016
Sonntag, 6. März 2016
#04
Und ich fühle mich schuldig. Schuldig, weil ich deinen Tag versaut habe. Und meinen Tag. Und ich fühle mich hilflos, verlassen, alleine und traurig. Und ich fühle mich verboten, dumm, ängstlich und ohne jegliche Emotionen, obwohl eben diese überkochen.
Ich sitze hier und weine, weine seit Stunden vor mich hin und ich tue dir weh. Ich tue dir weh mit mir, mit meiner Krankheit, mit meinen Gedanken, mit meinen leeren Versprechen, die ich nicht halten kann.
Ich habe Angst, dich zu verlieren. Verlustängste sind ziemlich beschissen. Die Angst davor, einen Verlust zu erleiden, lähmt mich. Sie macht sich immer in solchen Momenten bemerkbar und ich könnte schreien dann. Schreien und irgendwas durch die Gegend schmeißen.
Gott, ich bin so aggressiv, so wütend und gleichzeitig so gleichgültig.
Ich weiß nicht, wie ich diese anderthalb Tage noch überleben soll, ohne dich zu sehen. Ich hoffe, ich kann dich in den nächsten Wochen oft genug sehen. Vielleicht sogar öfter als jetzt?
Du bist mein Anker, meine Rettung und mein Weg zu mir selbst. Ich weiß, du bist einfach nur du und genau das ist perfekt und genau das ist richtig und genau du bist derjenige, der mich glücklich macht.
Und ich möchte dich auch endlich glücklich machen und zwar jeden Tag. Und ich mache dich andauernd unglücklich und das weiß ich, auch wenn du es nicht zugibst. Ich spüre es.
Ich liebe dich, ich liebe dein Ich und ich liebe dein Sein und ich liebe, wie du auf dieser Welt bist. Und ich liebe alles an dir und von dir und mit dir und du bist meine Medizin und ich liebe, liebe, liebe die Liebe zu dir, die mich manchmal sprachlos macht und mir manchmal hilft, meiner Angst den Mittelfinger zu zeigen.
Aber leider auch nur manchmal.
Vielleicht ist heute einfach ein doofer Tag, an dem nichts klappt. Vielleicht wird morgen besser.
Wie heißt es in einem Lied so schön?
''Es kann nie nur Sonne oder Regen geben.''
Momentan fühle ich mich oft so tot. So tot und fertig. Fertig mit der Welt und fertig mit mir selbst.
Kann es einem Menschen psychisch noch schlechter gehen als mir?
Ja, kann es und ich weiß das und doch denke ich oft, dass es mir am schlechtesten geht und mich keiner verstehen kann.
Und ich weiß, dass es schwer ist, mich zu verstehen - ich verstehe mich ja meist selbst nicht - und trotzdem erwarte ich zu oft, dass du mich verstehst. Dass mich jeder versteht.
Gott, ich könnte mir gerade die Haut abreißen und mich schlagen und mir wehtun.
Ich bin so wütend auf mich selbst, ich bin so wütend.
Ich hasse mich bis zum Himmel.
Und ich liebe mich, wenn du bei mir bist. Du zeigst mir, dass ich mich lieben kann, darf und sollte.
Ich liebe dich.
Ich liebe dich so, wie ich mich selbst lieben sollte.
Ich sitze hier und weine, weine seit Stunden vor mich hin und ich tue dir weh. Ich tue dir weh mit mir, mit meiner Krankheit, mit meinen Gedanken, mit meinen leeren Versprechen, die ich nicht halten kann.
Ich habe Angst, dich zu verlieren. Verlustängste sind ziemlich beschissen. Die Angst davor, einen Verlust zu erleiden, lähmt mich. Sie macht sich immer in solchen Momenten bemerkbar und ich könnte schreien dann. Schreien und irgendwas durch die Gegend schmeißen.
Gott, ich bin so aggressiv, so wütend und gleichzeitig so gleichgültig.
Ich weiß nicht, wie ich diese anderthalb Tage noch überleben soll, ohne dich zu sehen. Ich hoffe, ich kann dich in den nächsten Wochen oft genug sehen. Vielleicht sogar öfter als jetzt?
Du bist mein Anker, meine Rettung und mein Weg zu mir selbst. Ich weiß, du bist einfach nur du und genau das ist perfekt und genau das ist richtig und genau du bist derjenige, der mich glücklich macht.
Und ich möchte dich auch endlich glücklich machen und zwar jeden Tag. Und ich mache dich andauernd unglücklich und das weiß ich, auch wenn du es nicht zugibst. Ich spüre es.
Ich liebe dich, ich liebe dein Ich und ich liebe dein Sein und ich liebe, wie du auf dieser Welt bist. Und ich liebe alles an dir und von dir und mit dir und du bist meine Medizin und ich liebe, liebe, liebe die Liebe zu dir, die mich manchmal sprachlos macht und mir manchmal hilft, meiner Angst den Mittelfinger zu zeigen.
Aber leider auch nur manchmal.
Vielleicht ist heute einfach ein doofer Tag, an dem nichts klappt. Vielleicht wird morgen besser.
Wie heißt es in einem Lied so schön?
''Es kann nie nur Sonne oder Regen geben.''
Momentan fühle ich mich oft so tot. So tot und fertig. Fertig mit der Welt und fertig mit mir selbst.
Kann es einem Menschen psychisch noch schlechter gehen als mir?
Ja, kann es und ich weiß das und doch denke ich oft, dass es mir am schlechtesten geht und mich keiner verstehen kann.
Und ich weiß, dass es schwer ist, mich zu verstehen - ich verstehe mich ja meist selbst nicht - und trotzdem erwarte ich zu oft, dass du mich verstehst. Dass mich jeder versteht.
Gott, ich könnte mir gerade die Haut abreißen und mich schlagen und mir wehtun.
Ich bin so wütend auf mich selbst, ich bin so wütend.
Ich hasse mich bis zum Himmel.
Und ich liebe mich, wenn du bei mir bist. Du zeigst mir, dass ich mich lieben kann, darf und sollte.
Ich liebe dich.
Ich liebe dich so, wie ich mich selbst lieben sollte.
Mittwoch, 2. März 2016
#03
Und manchmal habe ich das Gefühl, mein Herz bleibt stehen.
Oder mein Kopf explodiert und ich muss sterben.
Ich habe so Angst davor, zu sterben und jeden Tag werde ich durch irgendwas daran erinnert, dass ich sterben muss. Irgendwann. Wie jeder andere auch.
Ich habe so Angst. Ich will nicht. Ich möchte, dass ich endlich gesund werde, psychisch, und nicht mehr darüber nachdenke.
Ich bin gesund, verdammt. Körperlich geht es mir prächtig und was ist? Ich habe Angst, zu sterben.
Ich habe so Angst. Ich kann mich auch nicht ablenken von dem Gedanken. Er nimmt mich ein, er bevölkert mich und ich habe das Gefühl, dass es jede Minute passieren kann. Das ist so ein schreckliches Gefühl, ich will es nicht mehr fühlen.
In den letzten Wochen und Tagen ist das Gefühl wieder schlimmer geworden. Vielleicht vor Aufregung, Sorge und Ungewissheit? Wer weiß.
Ich habe so Angst und wenn ich mir an die Brust fasse, schlägt mein Herz normal.
Manchmal habe ich auch das Gefühl, ich kann nicht mehr atmen. Dann schrecke ich kurz hoch und hole Luft und versuche, nicht mehr an meine verqueren Gedanken zu denken.
Ich brauche so dringend Hilfe, das Gefühl frisst mich auf.
Es macht mich fertig, ich kann nur noch bei einem Menschen halbwegs abschalten.
Dieser Mensch ist mein Lieblingsmensch.
Aber ich kann ihn nicht täglich sehen, was normal ist und ich kann auch ohne ihn leben. Ich mache mich nicht mehr abhängig, auch wenn er wie eine Sucht ist. Die schönste Sucht, die ich kenne.
Ich liebe ihn, ich liebe ihn so sehr und nur er kann Gefühle in mir erwecken, die andere niemals erwecken konnten.
Und das ist gut so. Mit ihm erlebe ich. Erlebe ich Liebe neu. Und vielleicht nicht nur Liebe, sondern auch Leben.
Bald habe ich Hilfe. Bald, endlich. Nicht mehr lange schlafen und ich habe endlich Hilfe. Ich habe Angst.
Angst vor tödlichen Krankheiten, vor Sterben und Tod und vor allem Möglichen. Vielleicht ist diese Angst aber auch nur die Angst vor dem wahren Leben?
Denn ich lebe ja momentan nicht, ich existiere nur und warte, bis es aufhört.
Und es hört nicht auf, wenn ich mich nicht aufraffen kann.
Es kann nur aufhören, wenn ich es selbst will.
Ich möchte bitte endlich Hilfe haben, ich komme mit mir nicht mehr klar.
Ich kann nicht mehr.
Oder mein Kopf explodiert und ich muss sterben.
Ich habe so Angst davor, zu sterben und jeden Tag werde ich durch irgendwas daran erinnert, dass ich sterben muss. Irgendwann. Wie jeder andere auch.
Ich habe so Angst. Ich will nicht. Ich möchte, dass ich endlich gesund werde, psychisch, und nicht mehr darüber nachdenke.
Ich bin gesund, verdammt. Körperlich geht es mir prächtig und was ist? Ich habe Angst, zu sterben.
Ich habe so Angst. Ich kann mich auch nicht ablenken von dem Gedanken. Er nimmt mich ein, er bevölkert mich und ich habe das Gefühl, dass es jede Minute passieren kann. Das ist so ein schreckliches Gefühl, ich will es nicht mehr fühlen.
In den letzten Wochen und Tagen ist das Gefühl wieder schlimmer geworden. Vielleicht vor Aufregung, Sorge und Ungewissheit? Wer weiß.
Ich habe so Angst und wenn ich mir an die Brust fasse, schlägt mein Herz normal.
Manchmal habe ich auch das Gefühl, ich kann nicht mehr atmen. Dann schrecke ich kurz hoch und hole Luft und versuche, nicht mehr an meine verqueren Gedanken zu denken.
Ich brauche so dringend Hilfe, das Gefühl frisst mich auf.
Es macht mich fertig, ich kann nur noch bei einem Menschen halbwegs abschalten.
Dieser Mensch ist mein Lieblingsmensch.
Aber ich kann ihn nicht täglich sehen, was normal ist und ich kann auch ohne ihn leben. Ich mache mich nicht mehr abhängig, auch wenn er wie eine Sucht ist. Die schönste Sucht, die ich kenne.
Ich liebe ihn, ich liebe ihn so sehr und nur er kann Gefühle in mir erwecken, die andere niemals erwecken konnten.
Und das ist gut so. Mit ihm erlebe ich. Erlebe ich Liebe neu. Und vielleicht nicht nur Liebe, sondern auch Leben.
Bald habe ich Hilfe. Bald, endlich. Nicht mehr lange schlafen und ich habe endlich Hilfe. Ich habe Angst.
Angst vor tödlichen Krankheiten, vor Sterben und Tod und vor allem Möglichen. Vielleicht ist diese Angst aber auch nur die Angst vor dem wahren Leben?
Denn ich lebe ja momentan nicht, ich existiere nur und warte, bis es aufhört.
Und es hört nicht auf, wenn ich mich nicht aufraffen kann.
Es kann nur aufhören, wenn ich es selbst will.
Ich möchte bitte endlich Hilfe haben, ich komme mit mir nicht mehr klar.
Ich kann nicht mehr.
Freitag, 26. Februar 2016
#002
Gestern bekam ich die Nachricht. Eine Nachricht, die wieder so viel verändert. Eine wundervolle, beängstigende Nachricht. Eine Nachricht, die mich nicht mehr loslässt, an die ich ständig denken muss, welche mich beschäftigt. Ich bin aufgeregt, nervös, angespannt. Mir ist schlecht und schwindelig. Ich habe das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Ich habe Angst. Ja, genau. Das beschreibt meinen Zustand. Totale Angst. Vor allem, was mich erwartet. Oder eher vor dem, was von mir erwartet wird? Ich bin so voller Vorfreunde und Nachdenklichkeit. Ich weiß nicht, ob es eine gute Zeit wird, vielleicht wird sie auch schlecht. Vielleicht wird sie doof und blöd und ich weine viel in der Zeit und mir wird es nicht gut gehen, aber das geht vorbei und alles wird besser werden danach. Wenn ich es selbst will. Will ich es selbst? Natürlich, ich möchte dahin, ich will, dass es mir besser geht und ich lerne, mit diesem Monster umzugehen. Ich möchte lernen, es zu akzeptieren, zu respektieren und mit ihm zu leben. Ich will es nicht verscheuchen, es gehört zu mir, es lebt in mir und es frisst mich auf. Es macht mich fertig, es macht mein Leben kaputt und endlich tue ich was dagegen. In anderthalb Wochen habe ich Hilfe, muss nicht mehr immer nur alleine damit klar kommen. Es wird alles gut werden, ich muss es nur wollen. Ich will. Der Wille zählt doch schon, oder? Oh mein Gott, bin ich aufgeregt. Ich werde an nichts anderes mehr denken können. Ich muss die Zeit genießen. Die Zeit bis dann und die Zeit dort. Ich muss generell anfangen, die Zeit zu genießen. Ich habe das Gefühl, sie rennt vor mir weg, die Zeit. Wieder und wieder sind Tage vorbei und ich habe nichts geschafft. Leider ist das auch so, die Zeit rennt. Ich muss nur Schritt halten können. Das ist alles. So lächerlich wenig und doch so unglaublich viel. Aber ich werde es schaffen. Ich werde es schaffen, Schritt zu halten mit der Zeit, mich mit ihr anzufreunden. Ja, die nächsten Wochen werden anstrengend, aber schön. Ich habe Lust darauf, wahnsinnige Lust und wahnsinnige Angst. Ich fühle mich wie zwischen zwei Stühlen, aber das wird. Das wird, das wird, das wird. Vielleicht bin ich ja danach nicht mehr ein ''Das schaffe ich nicht'', sondern ein ''Das schaffe ich, wenn ich es will und an mich glaube.'' Ich würde es mir so wünschen.
Samstag, 20. Februar 2016
#001
Ich habe das Gefühl, dass mit meinem eigenen Poetry Slam alles begann.
Er löste etwas aus, er war der Auslöser, der etwas in mir auslöste, etwas kleines Schwaches, was groß und stark wurde und heute kaum mehr zu bewältigen ist.
Er ist die große Unbekannte, viele Monate lang, die nun einen Namen hat, einen schrecklichen Namen. Er ist für alles verantwortlich, ok nein, für vieles. Er ist für vieles verantwortlich, er hat mich krank gemacht.
Oder nicht er, er kann nichts dafür, dass er existiert. Ich. Ich habe mich krank gemacht, indem ich ihn erschuf. Ich bin Schuld. Schuld an dem Fakt, dass ich krank bin.
Ist das nicht schrecklich zu wissen? Macht mich das nicht traurig und vielleicht wütend und möchte ich mir nicht selbst wehtun, weil ich mich krank machte?
Ich sitze hier und schreibe. Schreibe ohne irgendeine wirkliche Gefühlsregung. Ich schreibe einfach und alles in meinem Kopf ist zusammenhanglos und hat doch einen Sinn. Was für einen Sinn? Ich weiß es nicht.
Ich sitze hier und schreibe und denke nach und schreibe und könnte mich hassen und tue es vielleicht auch. Weil ich nichts schaffe, nichts kann, nur zuhause sitze, vereinsame, mein Leben zieht an mir vorbei und ich ändere nichts.
Nein, ich kann nichts ändern, das ist meine Antwort.
Warte ab, sage ich zu jedem, wenn ich erst Mal dort war, geht es mir besser und alles wird gut. Und ich weiß, dass es nicht dadurch besser wird, ein wenig vielleicht, aber am meisten durch mich selbst.
Und ich sitze hier und weiß das eigentlich und packe nichts an, aus Prinzip. Ich könnte einen schönen Tag haben mit neuen Menschen, die ich kennenlerne, aber nein. Ich sitze hier und ich schreibe und ich fühle mich wohl und unwohl zugleich und hasse mich und liebe mich und beschütze mich immer wieder, obwohl ich selbst Schuld bin.
Ich sollte mich hineinstoßen, hinein ins Leben, aber nein, ich suche nach Ausreden. Morgen, übermorgen, nächste Woche, irgendwann, nur nicht jetzt.
Ich schaffe es nicht, das ist mein Mantra geworden und mein Schutzschild, mein Panzer, meine Ausrede. Ich schaffe es nicht, das bin ich geworden.
Ich bin ein einziges ''Ich schaffe es nicht'' geworden, ich sitze hier und versauere, aber ich schaffe es nicht. Ich schaffe es nicht. Ich schaffe es nicht.
Ich könnte so viel schaffen, ich habe so viel Energie.
Überwinden heißt die Lösung, Augen zu und durch, das ist die Formel. Ich weiß das und tue es trotzdem nicht.
Wie schlecht muss es mir noch gehen, bis ich mich überwinden kann?
Das Schlimmste an der ganzen Situation ist, dass ich nichts tue. Dass ich hier sitze und mich einlullen lasse von meinem ständigen Begleiter, der mich tagein, tagaus begleitet, aber nicht unterstützt. Er hemmt mich.
Das weiß ich und ich tue nichts.
Und ich sitze hier und schreibe, schreibe mir alles von der Seele und ich tue nichts.
Er löste etwas aus, er war der Auslöser, der etwas in mir auslöste, etwas kleines Schwaches, was groß und stark wurde und heute kaum mehr zu bewältigen ist.
Er ist die große Unbekannte, viele Monate lang, die nun einen Namen hat, einen schrecklichen Namen. Er ist für alles verantwortlich, ok nein, für vieles. Er ist für vieles verantwortlich, er hat mich krank gemacht.
Oder nicht er, er kann nichts dafür, dass er existiert. Ich. Ich habe mich krank gemacht, indem ich ihn erschuf. Ich bin Schuld. Schuld an dem Fakt, dass ich krank bin.
Ist das nicht schrecklich zu wissen? Macht mich das nicht traurig und vielleicht wütend und möchte ich mir nicht selbst wehtun, weil ich mich krank machte?
Ich sitze hier und schreibe. Schreibe ohne irgendeine wirkliche Gefühlsregung. Ich schreibe einfach und alles in meinem Kopf ist zusammenhanglos und hat doch einen Sinn. Was für einen Sinn? Ich weiß es nicht.
Ich sitze hier und schreibe und denke nach und schreibe und könnte mich hassen und tue es vielleicht auch. Weil ich nichts schaffe, nichts kann, nur zuhause sitze, vereinsame, mein Leben zieht an mir vorbei und ich ändere nichts.
Nein, ich kann nichts ändern, das ist meine Antwort.
Warte ab, sage ich zu jedem, wenn ich erst Mal dort war, geht es mir besser und alles wird gut. Und ich weiß, dass es nicht dadurch besser wird, ein wenig vielleicht, aber am meisten durch mich selbst.
Und ich sitze hier und weiß das eigentlich und packe nichts an, aus Prinzip. Ich könnte einen schönen Tag haben mit neuen Menschen, die ich kennenlerne, aber nein. Ich sitze hier und ich schreibe und ich fühle mich wohl und unwohl zugleich und hasse mich und liebe mich und beschütze mich immer wieder, obwohl ich selbst Schuld bin.
Ich sollte mich hineinstoßen, hinein ins Leben, aber nein, ich suche nach Ausreden. Morgen, übermorgen, nächste Woche, irgendwann, nur nicht jetzt.
Ich schaffe es nicht, das ist mein Mantra geworden und mein Schutzschild, mein Panzer, meine Ausrede. Ich schaffe es nicht, das bin ich geworden.
Ich bin ein einziges ''Ich schaffe es nicht'' geworden, ich sitze hier und versauere, aber ich schaffe es nicht. Ich schaffe es nicht. Ich schaffe es nicht.
Ich könnte so viel schaffen, ich habe so viel Energie.
Überwinden heißt die Lösung, Augen zu und durch, das ist die Formel. Ich weiß das und tue es trotzdem nicht.
Wie schlecht muss es mir noch gehen, bis ich mich überwinden kann?
Das Schlimmste an der ganzen Situation ist, dass ich nichts tue. Dass ich hier sitze und mich einlullen lasse von meinem ständigen Begleiter, der mich tagein, tagaus begleitet, aber nicht unterstützt. Er hemmt mich.
Das weiß ich und ich tue nichts.
Und ich sitze hier und schreibe, schreibe mir alles von der Seele und ich tue nichts.
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